Warum tragen viele Leute schwarz, wenn sie trauern? Fliegt die Seele beim Sterben gleich in den Himmel oder erst später? Und was macht sie dort? Kinderfragen zu den Themen Sterben, Tod und Trauer gibt es viele …
Das Grundschulprojekt der TRÄNENREICH Ladenwerkstatt bietet Kindern die Möglichkeit, ihre Fragen loszuwerden. Der Abbau von Berührungsängsten, die gesellschaftliche „Enttabuisierung“ von Tod und Trauer, die offene Begegnung mit dem (berechtigten!) Interesse der Kinder daran und das Kennenlernen eigener Bedürfnisse beim Trauern und Sich-getröstet-fühlen sind weitere Inhalte dieses innovativen Projektes. Zudem wird die ureigene wissenschaftliche Neugier der Kinder miteinbezogen.
Eltern und Großeltern haben oftmals diese lebenswichtigen Themen leider nicht in ihrer Kindheit besprechen können – weder zuhause noch in der Schule. Ist es also nicht an der Zeit, für mehr Sicherheit beim Trauern und Trösten zu sorgen? Und den Kindern zu vermitteln, dass Tod und Trauer sehr wohl Themen sind, über die wir sprechen dürfen, können und sollen? Sicher, der Tod ist kein einfaches Thema, aber danach fragt das Leben nicht. Viele Kinder haben schon einen Lieblingsmenschen oder ein Lieblingstier verloren oder sind in Sorge darum.
Das Projekt kann in den Schulunterricht integriert werden, ist jeweils für eine Schulklasse konzipiert und wird vor allem an außerschulischen Lernorten stattfinden. So sind ein Friedhofsbesuch mit fachkundiger Begleitung, ein Besuch bei den Potsdamer Bestatter:innen von lebensnah oder Die Bestatterinnen und natürlich ein kreativer Besuch im TRÄNENREICH bei Nanni Denecke-Manthey und Werkstattratte Ronja geplant.
Der „§13 e.V. – Verein für Schulsozialarbeit“ ist als wichtiger Partner mit an Bord. Interessierte Pädagog:innen und Eltern wenden sich bitte an die Ladenwerkstatt.
Es heißt „Die Trauer ist nun mal die kleine Schwester der Liebe“. Und deshalb ist es wichtig, mit Kindern vom Trauern und Trösten zu erzählen.
Anmeldung: TRÄNENREICH – Ladenwerkstatt Potsdam, www.traenenreich-potsdam.de
Interview mit Dr. Jörg Kwapis, Leiter des Zentrums zur Therapie der Rechenschwäche Potsdam (ZTR), anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des ZTR Potsdam.
Herr Dr. Kwapis, Sie feiern das 25-jährige Jubiläum des Zentrums zur Therapie der Rechenschwäche in Potsdam. Wie entstand die Idee, ein solches Zentrum zu gründen?
Die Idee, Mathematik vernünftig und für jeden verstehbar zu erarbeiten, ist ja nicht neu. Zentren zur Therapie der Rechenschwäche gibt es in Deutschland seit über 35 Jahren. Nach meiner Dissertation habe ich meine Leidenschaft für die Unterstützung von Kindern, denen das Lernen nicht leichtfällt, zum Beruf gemacht. Mathematik lag mir da schon immer näher als andere Schulfächer. Zugleich habe ich gesehen, wie belastend das Lernversagen im Rechnen für Kinder ist.
Wie ging es in Potsdam los?
Zunächst habe ich mit einem Therapieraum begonnen; damals hatte ich noch keine KollegInnen. Das ZTR wuchs aber schnell, so dass wir schon nach einem Jahr umziehen mussten und nach weiteren zwei Jahren erneut. Seitdem sind wir an unserem jetzigen Standort in der Hebbelstraße 12.
Zum ZTR Potsdam gehören auch noch andere Standorte. Welche sind das und wie kam es zu dieser Entwicklung?
Aufgrund des großen Bedarfs haben wir in Kleinmachnow, in Babelsberg und in Brandenburg/Havel Standorte eröffnet. Unser Anliegen ist dabei auch, Fahrwege für die Familien zu verkürzen. Wir haben es erlebt, dass die Not so groß ist, dass sehr lange Fahrwege in Kauf genommen werden.
Herr Kwapis, wie entstehen Rechenschwächen?
Wer das Rechnen erlernen will, muss die Logik unseres Zahlsystems und der Rechenoperationen verstehen. In diesem Lernprozess bauen die Gedanken hierarchisch aufeinander auf. Wird ein Gedanke nicht oder falsch verstanden, kann der darauf aufbauende Gedanke nicht oder ebenfalls nur falsch verstanden werden. Diese Besonderheit beim Rechnenlernen wird in der Schule leider meist nicht beachtet. Der Lernstoff schreitet fort, auch wenn Kinder elementare Gedanken nicht verstanden haben. Das Fehlen dieser elementaren mathematischen Logik nennen wir Rechenschwächen.
Worauf führen Sie denn diese nicht oder falsch verstandenen Gedanken bei immer mehr Kindern zurück?
Immer weniger Kinder werden vor Schuleintritt mit vormathematischen Fragen konfrontiert: Wie viele sind es? Wie viele mehr als und wie viele weniger als sind es? Was kann ich tun, damit es gleich viele sind? …
Das Wissen um diese Zusammenhänge setzt Schule aber nach wie vor voraus. Wer diese Fragen nicht oder nicht richtig beantworten kann, kann den Einstieg in die Zahlenwelt nicht finden.
Zudem ist unser Mathematikunterricht stark auf Ergebnisse orientiert. Sag das Ergebnis und sag es schnell, dann bist du der Beste. Wer Mathematik verstehen will, muss sich aber mit den Inhalten beschäftigen, muss Inhalte erklären und Zusammenhänge begründen und Schlüsse ziehen können. Es geht darum, in „wenn-dann-weil-Beziehungen“ zu denken. Und das Ganze möglichst mit Spaß am Denken. Das wird in der Schule oft vergessen.
Wie lange benötigen die Kinder im Durchschnitt ihre Rechenschwäche zu überwinden oder ist sie ein Leben lang präsent?
Rechenschwäche ist keine Krankheit. Wer falsch über Zahlen denkt, ist nicht krank, sondern denkt etwas anderes. In seinem Kopf funktioniert alles. Wir erarbeiten mit den Kindern die Einsichten, die zum richtigen Zahlverständnis führen und das Rechnen ermöglichen. Dafür brauchen wir durchschnittlich zwei Jahre, wobei das sehr vom Alter der Kinder und deren Motivation abhängig ist. Wird die Rechenschwäche frühzeitig, Ende Klasse 1 bis Mitte Klasse 2 erkannt, sind wir häufig schneller am Ziel.
Was empfehlen Sie Eltern, die bemerken, dass ihre Kinder Probleme in Mathe haben?
Beobachten Sie Ihre Kinder beim Rechnen, stellen Sie immer wieder Verständnisfragen, bitten Sie Ihre Kinder, die Aufgabe und ihre Lösung dazu zu erklären und suchen Sie gemeinsam nach Lösungsideen. Geben Sie nicht einfach die Lösungen an. Wenn der Druck zu groß wird, wenden Sie sich an eine Facheinrichtung.
Was passiert mit Jugendlichen, wenn sie sich einer Gruppe verschreiben? Und wie spiegelt sich das Gemeinschaftsgefühl in Haltungen, Dresscodes und Ritualen wider? Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und die Dynamik von Gruppen innerhalb einer Jugendgemeinschaft stellen zwei Pole dieses Spannungsverhältnisses dar.
Durch die Erkundung der nuancierten Beziehung zwischen Uniformen, Symbolen, Verhaltensweisen und Ritualen sowie der sozialen Klasse beleuchtet das Stück für Jugendliche ab 13 Jahren, wie Jugendliche mit dem empfindlichen Gleichgewicht zwischen Konformität und Individualität umgehen.
Uraufführung: Sa 4. Mai 2024, 19 Uhr, Schulaufführungen: Mo 6. + Di 7. Mai 2024, 10 Uhr
Ort: fabrik Potsdam, Schiffbauergasse 10, 14467 Potsdam, www.fabrikpotsdam.de
Die Thematik von Esther dreht sich um Jugend und Uniformen. In den letzten sieben Jahren habe ich mich in früheren Stücken viel mit diesem Thema beschäftigt, zum Beispiel mit Frauen und Militäruniformen in Israel sowie mit den Funkenmariechen in Düsseldorf. Für mich geht es dabei auch um Uniformierung in der Gesellschaft und wie die Jugend mit den Uniformen instrumentalisiert werden kann. Die Uniformen kommen meistens von den Erwachsenen und es interessiert mich, wie sich der Blick auf die Kinder und Jugendlichen mit den Uniformen verändert. Ich war selbst als Mädchen Turnerin. Ich denke heute, dass wir sehr enge Kleider getragen haben. Es gibt eine Menge Fragen, die gestellt werden müssen!
Wie und mit wem arbeitest du konkret für die Premiere in Potsdam?
Ich möchte mit „Reenactment“ arbeiten – also existierende Fotos von jungen Menschen in verschiedenen Uniformen nachstellen und nachbilden. Einige der Fotos wurden von mir selbst aufgenommen, andere stammen aus einem offenen Aufruf, den wir in Potsdam, Hamburg, Dresden und München geteilt haben, manchmal auch mit alten Uniformen, die nicht mehr in Gebrauch sind, wie die Pionier-Uniform. Wir haben eine große Sammlung von Bildern. Ich habe auch Jugendliche aus verschiedenen Städten getroffen: einen Knabenchor in Dresden, Pfadfinder in München, Hockey-Spielerinnen in Hamburg, sowie Jugendliche aus Potsdam.
Was kann die Erfahrung von Tanzstücken bei jungen Menschen auslösen?
Tanzstücke können jungen Menschen viel bringen! Der Körper von Teenagern verändert sich stark, aber als ich jung war, tanzte ich schon und war stolz darauf. Tanz kann ein kleines Heilmittel sein, um den Körper auf andere Weise zu betrachten. Tanz kann experimentell, überraschend und unerwartet sein. Das ist etwas sehr Cooles und Ansprechendes für junge Leute, mit dem sie experimentieren können.
Was ist dein Hintergrund? Wie war deine Jugend?
Ich bin in Israel aufgewachsen. Meine Jugend war nicht einfach – meine Eltern haben sich scheiden lassen, ich war nicht so gut in der Schule – und bin buchstäblich in den Tanz geflüchtet. Das war ein sehr schöner und hilfreicher Ort, um mich zu stärken. Dann habe ich Choreografie und Kunst studiert. Vor 10 Jahren bin ich nach Deutschland gezogen. Nach Europa zu kommen, war für mich eine Art Befreiung, was damit zu tun hatte, dass ich in Israel auf eine bestimmte Art identifiziert wurde, was im Ausland nicht mehr der Fall war. Ich war in Deutschland nur jemand aus Israel …
Die „Die Kinderwelt gGmbH“ erhielt den offiziellen Genehmigungsbescheid für den Betrieb der PÄDAGOGIKA Fachschule für Sozialwesen zum Schuljahr 2023/2024 vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport. Die Schule, deren offizieller Name „PÄDAGOGIKA Fachschule für Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik, genehmigte Ersatzschule“ lautet, ist Teil des Weiterbildungsträgers PÄDAGOGIKA gGmbH und hat ihren Sitz in modernen, offenen und ästhetisch ansprechenden Räumlichkeiten in der Medienstadt Babelsberg. Als digitale Schule will sie den Anforderungen an ein zeitgemäßes Bildungsangebot gerecht werden und optimale Lernbedingungen schaffen. Digitale Endgeräte und Lernplattformen sind dauerhafte Begleiter in der gesamten Ausbildungszeit, wobei ausschließlich Open-Source-Programme Verwendung finden.
Zur Schuleröffnung am 28. August 2023 beginnt für 14 Fachschüler*innen zwischen 18 und 53 Jahren die dreijährige Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin bzw. zum staatlich anerkannten Erzieher in einem tätigkeitsbegleitenden Modell. Das bedeutet, dass sie eine Teilzeitanstellung als Erzieher*in in Ausbildung bei einem Träger der Kinder- und Jugendhilfe haben und über drei Jahre abwechselnd eine Woche theoretischen Unterricht in der PÄDAGOGIKA Fachschule für Sozialwesen sowie zwei Wochen Praxis in ihrer Ausbildungsstätte absolvieren.
Die zukünftigen Erzieher*innen haben in ihrer dreijährigen Ausbildung an der PÄDAGOGIKA Fachschule die Gelegenheit, ein Selbstverständnis für lebenslanges Lernen zu entwickeln. Am Ende ihrer Ausbildung werden sie als professionelle Fachkräfte die Bedeutsamkeit stetiger Weiterentwicklung verinnerlicht haben, um den Anforderungen einer sich verändernden Welt gerecht zu werden. Diese Haltung bildet die Grundlage für eine qualitativ hochwertige Bildung und trägt dazu bei, dass Erzieherinnen und Erzieher das Leben von Kindern und Jugendlichen positiv beeinflussen.
Weitere Infos:
www.paedagogika-fachschule.de
www.paedagogika.com
www.die-kinderwelt.com
Nach 20 Jahren Atelier o.Ton, Werkstatt für Keramik und Skulptur, am Babelsberger Plantagenplatz geht es nach Corona und Baustellengeschehen in der „Hinterhausfabrik Kunststück“ Potsdam West in der Sellostraße 6A endlich weiter.
Die Diplom-Keramikerin Anette Weber (Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein Halle/Saale) wird alle früheren Angebote wie Tonwerkstatt für Kinder und Erwachsene, Geburtstag, Gruppen, Familien, Kollegen, Töpferscheibenkurs, Gutscheine, Bestellungen und Wunscherfüllungen, Reparatur und Restaurierung, Tonverkauf und Brennservice sowie Projekte für Schulen und Horte weiterhin anbieten.
Die Neueröffnung startet mit der Sommerferien-Tonwerkstatt vom 21. bis 25. August 2023, täglich von 10 bis 15 Uhr. Die regelmäßigen Kurse beginnen dann im September. Einfache und besondere Wünsche sind immer willkommen!
Es lebe der Ton, die Neugier und die Fantasie! Auf Wiedersehen in der neuen Werkstatt!
0331.740 98 80 oder aw@atelier-o-ton.de
www.atelier-o-ton.de
Bunt, weich und ein wundervolles Geschenk – das ist unser Potsdamer Spielteppich, nicht nur für Potsdamer Kinder. Unsere Auszubildende Luisa hat im ersten Lockdown und danach wochenlang intensiv gezeichnet und diesen schönen Teppich entworfen.
Auf unserem Spielteppich findet ihr nicht nur die Havel und Potsdams größte Straßen, sondern auch bekannte Gebäude und Orte, wie das Hans Otto Theater, das Stadtbad Park Babelsberg oder das Schloss Sanssouci. Die Straßen sind breit genug für die gängigen Spielzeugautos und auch kleine Verkehrsschilder stehen gut auf der weichen Oberfläche.
Der Teppich hat Ökotex100-Standard und ist CE-zertifiziert, somit schadstoffgeprüft, hygienisch, rutschfest, weich, geruchsarm und waschbar bei 30 Grad.
1,30 x 1,80 Meter für 89 Euro
Der Teppich kann direkt bei uns unter teppich@potskids.de bestellt, per Überweisung bezahlt und dann im Büro – nach Terminabsprache – abgeholt werden.
Besichtigt und direkt gekauft werden kann der Teppich in der Buchhandlung Internationales Buch, Brandenburger Straße 41/42, und bei Kinderkram, Dortustraße 15.
Solange der Vorrat reicht!
Buchhandlung Internationales Buch
Brandenburger Str. 41-42, 14467 Potsdam
Mo-Fr 9.30-19.30 Uhr
Sa 9.30-18 Uhr
Kinderkram
Dortustr. 15, 14467 Potsdam
Mo-Fr 10-19 Uhr
Oberlin Lebenswelten bieten Nachmittags- und Ferienangebot für Kinder mit und ohne Behinderung
Seit dem 1. August stehen 20 Plätze in den Räumlichkeiten auf dem Campus des Oberlinhauses in Potsdam-Babelsberg, Rudolf-Breitscheid-Straße 24, zur Verfügung für Kinder mit und ohne Behinderung/Teilhabebeschränkung. Mit einem Betreuungsschlüssel von 1 zu 3 ist es möglich, auf die besonderen Bedürfnisse jedes Kindes einzugehen und einen für die Kinder überschaubaren Rahmen zu schaffen.
Das Angebot richtet sich an Kinder zwischen dem 6. bis zum vollendeten 14. Lebensjahr. Derzeit gibt es noch 3 freie Plätze für Kinder ohne Behinderung/Teilhabeeinschränkung, die von einem kleinen Setting, klaren Strukturen und einer engmaschigen Betreuung profitieren können.
Entsprechend des Prinzips der Wohnortnähe ist das Angebot an Kinder aus Babelsberg und angrenzenden Stadtteilen geöffnet. Darüber hinaus können im Einzelfall auch Kinder aus anderen Stadtteilen und umliegenden Landkreisen aufgenommen werden.
Infos: www.oberlinhaus.de
Das Wildgehege Glauer Tal befindet sich im Naturpark Nuthe-Nieplitz, etwa 30 Autominuten von Potsdam entfernt. Bis in die 90er Jahre ein Truppenübungsplatz, ist heute auf dem 160 Hektar großen Gelände Dam-, Rot- und Muffelwild unter naturnahen Bedingungen zu beobachten.
Das NaturParkZentrum am Wildgehege ist der optimale Startpunkt für die Entdeckungsreise. Schon auf dem Weg vom Parkplatz oder der Bushaltestelle zum NaturParkZentrum gibt’s die erste tierische Begegnung – Schafe bewohnen eine Wiese am Wegesrand. Im NaturParkZentrum ist der Eintrittspreis zu entrichten und man findet jede Menge Infomaterial zur Umgebung.

Drei verschiedene Rundwanderwege sind markiert, wie auf der Karte ersichtlich ist. So könnt ihr euch die Variante aussuchen, die am besten für euch passt. Wir haben uns für den 4,5 km-Wanderweg entschieden und kommen vorbei an einem Barfußpfad, einer Weitsprunggrube (Springst du so weit wie ein Eichhörnchen? Oder wie ein Fuchs?), an diversen Schautafeln (wie „Tarnen und Täuschen“ – Überlebensstrategien im Tier- und Pflanzenreich), an einem Insektenhotel und am Kommandoturm. Der ist ausgestattet mit einem Fernglas, durch das wir sehr gut das Wild beobachten können. Im unteren Bereich des Turms gibt es eine Ausstellung zum Landschaftsschutz und Mitmach-Infotische für die Kinder. Ganz in der Nähe bietet ein weiterer Aussichtspunkt die Gelegenheit, die weidenden Tiere in dieser besonderen Landschaft zu erleben.
Die Wege sind für Kinderwagen geeignet, allerdings hier und da etwas sandig. Picknicktische laden zu einer leckeren Pause. Oder ihr kehrt ins Café des NaturParkZentrums ein (Öffnungszeiten auf der Homepage). Viel Freude beim Wandern und Entdecken!
Infos: Glauer Tal 1, 14959 Trebbin OT Blankensee, www.naturpark-nuthe-nieplitz.de
Familienkarte: 12 Euro (2 Erwachsene, 1-3 Kinder), Öffnungszeiten gibt es aktuell auf der Homepage
Anreise: per PKW oder per Bus ab Potsdam Hbf, ab Trebbin Bahnhof verkehrt der Kranich-Express (Rufbus, 03371.62 81 81), weitere Infos auf der Homepage
Schauspielerinnen Victoria Trauttmansdorff und Theresita Colloredo haben Corona-Nothilfe für Künstlerfamilien ins Leben gerufen
Die Vorstellung fällt aus! Musik, Theater, Tanz – alles fehlt. Von den pandemiebedingten Ausfällen kultureller Veranstaltungen sowie zahlreicher Theater- und Filmproduktionen sind Künstler*innen in ganz Deutschland finanziell betroffen und in besonderem Maße Eltern und Alleinerziehende. Um hier schnell und gezielt zu helfen, haben die Schauspielerinnen Victoria Trauttmansdorff (Thalia-Theater) und Theresita Colloredo (freie Szene) gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein „Wirtschaft kann Kinder e.V.“ (WKK) Ende 2020 das Projekt „Corona oder nicht Corona – Kinderzimmer kosten Miete“ ins Leben gerufen. Insgesamt wurden mit der Spendenaktion knapp 300.000 Euro eingesammelt und an 350 bedürftige Künstler*innenkinder unter 18 Jahren ausgezahlt. Jede Familie erhielt einen einmaligen Zuschuss zur Kinderzimmermiete von rund 850 Euro pro Kind.
„Trotz erheblicher Einnahmeverluste müssen Mieten bezahlt, Kinder versorgt und die Teller gefüllt werden“, sagt Mitinitiatorin Victoria Trauttmansdorff. Der Verein „Wirtschaft kann Kinder“ hat die Ausschreibung und die Antragsabwicklung übernommen. Projektleiterin Analena Mathis: „Wir helfen direkt, schnell und unkompliziert. Die Maßgabe vom WKK ist es, auf die individuellen Bedürfnisse von Menschen einzugehen, die sonst keine Unterstützung erhalten.“
Eine der geförderten Familien ist die von Lea Dietrich, die als freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin arbeitet und zwei Töchter hat. Sie schätzt besonders, dass sie die Hilfe vom WKK in der für die schwierigen Zeit so unkompliziert erhalten hat, und ist sehr dankbar. Und: „… das hat einem nicht nur Geld gebracht, sondern auch Motivation. Ich dachte: Ach toll, da wollen Leute wirklich helfen und unterstützen.“
Aktuell unterstützt WKK Berliner Kinder- und Jugendeinrchtungen. Um die Bildungsgerechtigkeit zu fördern, wird in 25 Einrichtungen dauerhaft Nachhilfe angeboten. Dafür wurden extra sechs Nachhilfelehrer*innen eingestellt. Diese unterrichten in den Fächern Deutsch, Mathe und Englisch. Des Weiteren werden in Kooperation mit einer Brillenoptikerkette Gutscheine für Brillen ausgegeben und die Anschaffung von Laptops wird ermöglicht.
Der Verein „Wirtschaft kann Kinder“ wurde im Februar 2020 gegründet. Den Vorstand bilden Prof. Dr. Rüdiger Grube und Christoph Gröner gemeinsam. Der WKK fungiert als Dachverein, um andere Vereine, Stiftungen und gemeinnützige Organisationen zu unterstützen. Das Hauptziel des Vereins ist es, Chancengerechtigkeit für alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland zu fördern, gleich wo oder wie sie aufwachsen.
Mehr über die Arbeit und die geförderten Projekte von „Wirtschaft kann Kinder e.V.“ unter:
www.wirtschaftkannkinder.de
Die meisten Kinder mögen Aussichtstürme und in unserer schönen Umgebung gibt es zum Glück so einige. Wart ihr schon mal auf dem Wietkiekenberg in Ferch? Vom Aussichtsturm dort hat man eine tolle Aussicht über den Schwielowsee und bei guter Sicht noch sehr viel weiter.
Wer sich den schönen Ausblick erwandern möchte, startet am Bahnhof Ferch-Lienewitz. Mit der RB 23 braucht man dorthin15 Minuten ab Potsdam Hauptbahnhof. Parkplätze gibt es am Bahnhof Ferch-Lienewitz auch.
Die kurze Wanderstrecke von ca. 2,5 Kilometern (inkl. Rückweg) ist gut geeignet für eine Familienwanderung, mit dem Kinderwagen ist der Weg mäßig gut befahrbar, die teilweise sehr sandigen Wege dürften das Schieben ziemlich erschweren.
Vom Bahnhof Ferch-Lienewitz aus wird auf dem Europawanderweg E 11 (blau-weiße Markierung) gewandert. Ihr geht über die Gleise in Fahrtrichtung, haltet euch rechts und geht parallel zur Bahnlinie. An einer bald folgenden Weggabelung folgt ihr dem Hinweisschild zum Wietkiekenberg.
Auf dem 124,7 Meter hohen Berg thronte früher ein Feuerwachturm, heute ist es ein 55 Meter hoher Antennenmast mit Aussichtsplattform. Wenn ihr den Blick bis Werder, Potsdam und manchmal bis zum Berliner Fernsehturm genossen habt, könnt ihr Tische und Bänke unter dem Turm für ein verdientes Picknick nutzen, ehe ihr den Rückweg antretet.
Tipp: Ganz in der Nähe des Aussichtsturms wartet ein Geocache darauf, von euch gehoben zu werden …