Bera­tung für Frau­en und Mäd­chen – jetzt auch online

08. Juli 2021
Illustration: venimo/AdobeStock

Für Frau­en und Mäd­chen in Kri­sen­si­tua­tio­nen ist die Kon­takt­auf­nah­me zu Bera­tungs­stel­len nicht immer ein­fach. Des­halb hat die Bera­tungs­stel­le für Frau­en und Mäd­chen in der Pots­da­mer Garn­stra­ße mit IT-Expert*innen ein Por­tal zur Online-Bera­tung ins Leben geru­fen. Frau­en und Mäd­chen kön­nen so zeit­lich unge­bun­den, fle­xi­bel und mit wenig Auf­wand Kon­takt zur Bera­tungs­stel­le auf­neh­men. Die Online-Bera­tung rich­tet sich aber auch an Ange­hö­ri­ge, Behör­den und wei­te­re Bera­tungs­ein­rich­tun­gen. Das bis­he­ri­ge Ange­bot vor Ort bleibt davon unberührt.

Wie auch in der Bera­tungs­stel­le schaf­fen die Mit­ar­bei­te­rin­nen in der Online-Bera­tung einen geschütz­ten Raum, in dem über Lebens­kri­sen, Kon­flik­te, Gewalt­er­fah­run­gen und wei­te­re The­men gespro­chen wer­den kann. Neben dem Umgang mit der aku­ten Situa­ti­on geht es dabei immer auch dar­um, eine Per­spek­ti­ve zu ent­wi­ckeln, Selbst­ver­trau­en und Stär­ke aufzubauen.

Wie funk­tio­niert die Online-Beratung?

Wer Rat und Hil­fe sucht, kann sich unter frauenberatung-potsdam.online anmel­den. Im Bera­tungs­por­tal gibt es dann ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten der Kon­takt­auf­nah­me. So kön­nen sich Frau­en und Mäd­chen ent­we­der mit einer direk­ten Chat­nach­richt an die Mit­ar­bei­te­rin­nen der Bera­tungs­stel­le wen­den, ihnen E‑Mails schi­cken oder einen Ter­min ver­ein­ba­ren (zum per­sön­li­chen Tref­fen oder zum Video­chat). Außer­dem kön­nen Doku­men­te hoch­ge­la­den wer­den, also etwa Scans von Schrift­stü­cken, Fotos oder wei­te­re Unter­la­gen, die dann auch den Bera­te­rin­nen vorliegen.

Daten­si­cher & anonym

Das Por­tal zur Online-Bera­tung erfüllt die hohen daten­schutz­recht­li­chen Stan­dards nach DSGVO. Frau­en und Mäd­chen kön­nen also sicher sein, dass ihre Anlie­gen nicht von Drit­ten mit­ge­le­sen wer­den kön­nen. Für die Anmel­dung braucht es nur einen selbst gewähl­ten Nut­zer­na­men, der nicht der ech­te Name sein muss. Chat­nach­rich­ten kön­nen ganz ohne Anmel­dung ver­schickt wer­den. Alle wei­te­ren per­sön­li­chen Daten kön­nen Kli­en­tin­nen frei­wil­lig ein­ge­ben. Nach­rich­ten­ver­läu­fe, Doku­men­te und Ter­mi­nan­mel­dun­gen wer­den über­sicht­lich im Bera­tungs­por­tal gespei­chert, nichts davon dringt nach außen. Es muss kein eige­nes Pro­gramm instal­liert wer­den und es wer­den auch kei­ne bera­tungs­be­zo­ge­nen Daten auf den Rech­nern der Kli­en­tin­nen gespei­chert. Das ist vor allem für Frau­en wich­tig, deren (Ehe-)Partner E‑Mail-Post­fach, Han­dy und Lap­top kontrollieren.