Kei­ne Absi­che­rung der Mut­ter-Kind-Kli­ni­ken in schwie­ri­gen Zeiten

22. Oktober 2020
Foto: KAG Müttergenesung

Auch Mut­ter-Kind-Klin­ken sind stark betrof­fen von den Aus­wir­kun­gen der Pan­de­mie. Sie dür­fen erst seit Juni wie­der Patient*innen auf­neh­men. Das nur schritt­wei­se und unter Beach­tung eines Sicher­heits- und Hygie­nekon­zepts. Des­we­gen wur­den die­se Ein­rich­tun­gen bis Ende Sep­tem­ber, als Bestand­teil der Not­fall­ver­sor­gung der Bun­des­re­gie­rung, finan­zi­ell unterstützt. 

Seit Okto­ber ste­hen die Mut­ter-Kind-Kli­ni­ken nun ohne Unter­stüt­zung dar. Die Katho­li­sche Arbeits­ge­mein­schaft (KAG) Müt­ter­ge­ne­sung gibt zu beden­ken, dass die ver­min­der­te Aus­las­tung auf Grund der Pan­de­mie schon in den fol­gen­den Wochen exis­tenz­be­droh­lich wer­den kann. Dies wäre beson­ders fol­gen­schwer, denn es wird ange­nom­men, dass der Bedarf durch die Pan­de­mie zunimmt, da die gesund­heit­li­che Belas­tung vie­ler Fami­li­en gestie­gen ist und allein im letz­ten Jahr haben schon 32.000 Patient*innen Vor­sor­ge oder Reha-Maß­nah­men in einer der Mit­glieds­kli­ni­ken der KAG in Anspruch genommen.

Im Gegen­satz dazu steht, dass Reha-Kli­ni­ken im Bereich der Ren­ten­ver­si­che­rung wei­ter­hin Unter­stüt­zung durch das Arbeits­mi­nis­te­ri­um erhal­ten. Reha-Kli­ni­ken im Bereich der Kran­ken­ver­si­che­rung wird die­se Unter­stüt­zung unter­sagt. Die­se sind von den Ent­schei­dun­gen des Gesund­heits­mi­nis­te­ri­ums abhän­gig, wel­ches sich aber nicht als zustän­dig sieht und auf feh­len­de gesetz­li­che Grund­la­gen für eine Ver­gü­tungs­lö­sung hin­weist. Mit die­ser Pro­ble­ma­tik hat die KAG Müt­ter­ge­ne­sung nun an Jens Spahn ein Schrei­ben gerich­tet, um die Absi­che­rung der Mut­ter-Kind-Kli­ni­ken zu garantieren.