Kita-Kon­zep­te oder kann man Reg­gio essen?

27.08.2020
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Montesso­ri, Wal­dorf, Wald­kin­der­gar­ten oder doch die Kita um die Ecke? Die Ent­schei­dung für einen Kin­der­gar­ten ist nicht ein­fach, zumal Kitas ihre Kon­zep­te zuwei­len sehr unter­schied­lich umset­zen. Den­noch bie­ten die päd­ago­gi­schen Kon­zep­te einen ers­ten Anhalts­punkt bei der Kita­wahl, denn sie geben Hin­wei­se auf grund­sätz­li­che Vor­stel­lun­gen dar­über, wie die kind­li­che Ent­wick­lung und das Kind-Sein an sich gese­hen wer­den.

Zum The­ma Kon­zep­te

Der Kin­der­gar­ten ist nicht nur ein Ort, an dem Kin­der betreut wer­den, wäh­rend ihre Eltern berufs­tä­tig sind, son­dern er erfüllt zudem auch sozia­le Auf­ga­ben und hat einen Bil­dungs­an­spruch. Mit wel­chen Metho­den und auf Grund­la­ge wel­cher Vor­stel­lun­gen über Kin­der die­se Zie­le erreicht wer­den sol­len, steht im päd­ago­gi­schen Kon­zept einer Kita. Vie­le Ein­rich­tun­gen set­zen bei der Ent­wick­lung eines Kon­zep­tes eige­ne Schwer­punk­te oder mischen sich aus ver­schie­de­nen päd­ago­gi­schen Ansät­zen ihr Kon­zept. Die­ses Vor­ge­hen ist in Ord­nung, so lan­ge das Kon­zept für Eltern trans­pa­rent und in sich schlüs­sig ist, denn nicht alle Ansät­ze sind kom­bi­nier­bar, bei­spiels­wei­se schlie­ßen sich „Situa­ti­ons­an­satz“ und „Montesso­ri-Päd­ago­gik“ wei­test­ge­hend aus, auch wenn man­che Montesso­ri-Mate­ria­li­en mitt­ler­wei­le in vie­len Kitas zu fin­den sind. Gute Kitas haben daher ein aus­führ­li­ches Kon­zept, aus dem sich her­aus­le­sen lässt, wes Geis­tes Kind die Kita ist.

Situa­ti­ons­an­satz

Wohl die meis­ten Kitas in Deutsch­land arbei­ten nach dem Situa­ti­ons­an­satz. Die­ser ver­folgt das Ziel, Kin­der unter­schied­li­cher sozia­ler und kul­tu­rel­ler Her­kunft dar­in zu unter­stüt­zen, ihre Lebens­welt zu ver­ste­hen und selbst­be­stimmt, kom­pe­tent und ver­ant­wor­tungs­voll zu gestal­ten. Die The­men sol­len aus dem viel­fäl­ti­gen Leben der Kin­der her­aus ent­wi­ckelt wer­den, aus ihren Erfah­run­gen und Fra­gen, ihren unmit­tel­ba­ren Erleb­nis­sen und den Her­aus­for­de­run­gen, die ihnen dabei begeg­nen. Die Kitas, die nach dem Situa­ti­ons­an­satz arbei­ten, haben in der Regel einen fest­ge­leg­ten Tages­plan und eine fes­te Grup­pen­struk­tur. Der Situa­ti­ons­an­satz ist ein anspruchs­vol­les und moder­nes päd­ago­gi­sches Kon­zept mit Wur­zeln unter ande­rem in der Reform­päd­ago­gik und auch in der anti­au­to­ri­tä­ren Päd­ago­gik. Die­se Ansät­ze sind jedoch in der Pra­xis oft kaum noch zu erken­nen, denn die Erzieher*innen wer­den zu den Haupt­ak­teu­ren im Sys­tem der Betreu­ung. Sie ent­schei­den, mit wel­chen The­men sich die Kin­der beschäf­ti­gen und was wich­tig für sie ist. Die Lebens­welt der Kin­der ist der Aus­gangs­punkt des päd­ago­gi­schen Han­delns, doch die Erzieher*innen inter­pre­tie­ren und han­deln. Dabei sind die Erwar­tun­gen an Erzieher*innen groß. Sie müs­sen pla­nen, doku­men­tie­ren und erzie­hen gleich­zei­tig. Das Kon­zept basiert sehr stark auf den Vor­stel­lun­gen und Stär­ken der jewei­li­gen Erzieher*in.

Infos:
Das Insti­tut für den Situa­ti­ons­an­satz (ISTA) der Inter­na­tio­na­len Aka­de­mie (INA) gGmbH an der FU Ber­lin arbei­tet an der Wei­ter­ent­wick­lung und Ver­brei­tung des Situa­ti­ons­an­sat­zes in Theo­rie und Pra­xis.
www.ina-fu.org/ista

Montesso­ri-Päd­ago­gik

Die­ser reform­päd­ago­gi­sche Ansatz basiert auf den Erfah­run­gen der ita­lie­ni­schen Ärz­tin Maria Montesso­ri mit Kin­dern, die eine geis­ti­ge Behin­de­rung haben. Montesso­ri ent­wi­ckel­te ihre Bil­dungs­phi­lo­so­phie 1906 als offe­ne Päd­ago­gik. Die Kin­der dür­fen in ihrem eige­nen Rhyth­mus und den eige­nen Inter­es­sen fol­gend ler­nen. Die Montesso­ri-Leh­re basiert auf Alters­mi­schung und kennt kaum fes­te Grup­pen­struk­tu­ren. „Hilf mir, es selbst zu tun“ stellt den Kern­satz die­ses päd­ago­gi­schen Kon­zep­tes dar, der hier das „Bild vom Kind“ wider­spie­gelt. Im Kind selbst sind alle Kräf­te ange­legt. Die­se gilt es zu wecken, zu beob­ach­ten und zu beglei­ten. Montesso­ri geht davon aus, dass Kin­der von sich aus neu­gie­rig und inter­es­siert sind und ler­nen, was und wann sie möch­ten bezie­hungs­wei­se dann, wenn es nach ihrem inne­ren Bau­plan an der Zeit ist. Vor­aus­set­zun­gen dafür sind eine vor­be­rei­te­te Umge­bung und spe­zi­el­le Mate­ria­li­en, die dem Kind die Mög­lich­keit geben, sich unab­hän­gig von den Erwach­se­nen bestimm­ten Auf­ga­ben zu stel­len. Dem Mate­ri­al kommt eine beson­de­re Bedeu­tung zu. Es ist für die Übun­gen des prak­ti­schen Lebens, die Schu­lung der Sin­ne, die Ent­wick­lung der Spra­che und den Auf­bau mathe­ma­ti­schen Den­kens aus­ge­legt. Es soll Feh­ler­kon­trol­le ein­schlie­ßen und selb­stän­di­ges Ler­nen ermög­li­chen. Jedes „Arbeits­ma­te­ri­al“ ist nur ein­mal vor­han­den, so sol­len die Kin­der sozia­les Ver­hal­ten ler­nen. Eltern, die sich für die­ses Kon­zept ent­schei­den, soll­ten dies bewusst tun, denn Montesso­ri-Päd­ago­gik kann die Geduld der Eltern auf die Pro­be stel­len, wenn der Fünf­jäh­ri­ge sich zum Bei­spiel ein­fach nicht für Stif­te inter­es­siert oder mit Zah­len auf kei­nen Fall etwas zu tun haben will.

Eine Kri­tik, die geäu­ßert wird an die­sem Ansatz, rich­tet sich auf den Umgang mit dem Montesso­ri-Mate­ri­al. Wenn Erzieher*innen dar­auf bestehen, dass mit dem Mate­ri­al nur auf eine bestimm­te Wei­se umge­gan­gen wer­den darf und fast aus­schließ­lich Montesso­ri-Mate­ri­al vor­han­den ist, kann das den Frei­raum für kind­li­che Krea­ti­vi­tät und Spiel­freu­de ein­schrän­ken. Es gibt mitt­ler­wei­le ver­schie­de­ne Aus­rich­tun­gen von Montesso­ri, die ihre Schwer­punk­te unter­schied­lich set­zen. Fra­ge bei Inter­es­se an einem Montesso­ri-Haus daher nach, wel­chen Stel­len­wert die Mate­ria­li­en haben und wel­che ergän­zen­den krea­ti­ven, sozia­len oder ande­re ihnen wich­ti­gen Ange­bo­te es gibt.

Infos:
www.montessori-bb.de
www.kindergartenpaedagogik.de

Wal­dorf-Päd­ago­gik

Anfang des 20. Jahr­hun­derts grün­de­te Rudolf Stei­ner eine Betriebs­schu­le für die Kin­der der Arbei­ter und Ange­stell­ten der Wal­dorf-Asto­ria-Ziga­ret­ten­fa­brik in Stutt­gart. Nach der von ihm ent­wi­ckel­ten Anthro­po­so­phie – der Weis­heit vom Men­schen – steht die Ent­wick­lung des indi­vi­du­el­len Men­schen mit all sei­nen Kom­pe­ten­zen, sei­ner Gefühls­welt und sei­ner Schöp­fer­kraft im Mit­tel­punkt. Das Bild der Ent­wick­lung vom Men­schen folgt dabei eher eso­te­ri­schen als wis­sen­schaft­li­chen Prin­zi­pi­en und ist stark an der Ideo­lo­gie Stei­ners aus­ge­rich­tet. Wäh­rend die anthro­po­so­phi­schen Grund­la­gen sehr umstrit­ten sind und die Lek­tü­re von Stei­ners Büchern häu­fig Befrem­den her­vor­ruft, über­zeug­te die Wal­dorf-Päd­ago­gik vie­le in der Pra­xis. Im Zen­trum steht der Mensch als ein­ma­li­ges Indi­vi­du­um, das in sei­ner Ganz­heit zu betrach­ten ist, wor­aus sich eine Vor­stel­lung vom Ler­nen mit Kopf, Herz und Hand ergibt. Beson­de­rer Wert wird auf die musi­sche und künst­le­ri­sche Ent­fal­tung der Kin­der gelegt. Vie­le Eltern mögen die behü­te­te Atmo­sphä­re in Wal­dorf­ki­tas. Es gibt fes­te Rhyth­men im Tages- und Wochen­ab­lauf und eine star­ke Ori­en­tie­rung an den Jah­res­zei­ten. Statt Plas­tik­spiel­zeug wer­den hier Natur­ma­te­ria­li­en wie Wol­le, Filz oder Nuss­ker­ne als Spiel­sa­chen ange­bo­ten. Medi­en­kon­sum wird häu­fig nicht beson­ders geschätzt. Die Erzieher*innen über­neh­men durch ihr Tun und Schaf­fen die Rol­le der Vor­bil­der, Ler­nen durch Nach­ah­mung steht im Vor­der­grund. Meist gibt es fes­te und alters­ge­misch­te Grup­pen­struk­tu­ren.

Infos:
www.waldorf.net
de.wikipedia.org/wiki/Waldorfschule

Reg­gio-Päd­ago­gik

Das Kon­zept der Reg­gio-Päd­ago­gik wird seit den 60er Jah­ren in der ita­lie­ni­schen Stadt Reg­gio Emi­lia ent­wi­ckelt und taucht auch in man­chen Pots­da­mer Kita-Kon­zep­ten auf. Reggio-Pädagog*innen gehen davon aus, dass Kin­der For­schen­de sind, die durch Ent­de­cken und Erfor­schen ihrer Umge­bung ler­nen. Pro­jek­te bil­den das Herz­stück der Reg­gio-Päd­ago­gik. Dabei kann ein Pro­jekt eine Stun­de dau­ern oder sich über ein Jahr hin­zie­hen. Aus­gangs­punkt für Pro­jek­te ist das Inter­es­se der Kin­der an einem The­ma. Eltern­ar­beit spielt eine wich­ti­ge Rol­le in der Reg­gio-Päd­ago­gik. Eltern sol­len bewusst das Kin­der­gar­ten­kon­zept mit- und wei­ter­ent­wi­ckeln, Ein­fluss auf die Tages­ge­stal­tung und den All­tag im Kin­der­gar­ten neh­men. Eltern- und Kin­der­gar­ten­er­zie­hung sol­len sich gegen­sei­tig ergän­zen. Die­se Päd­ago­gik ver­steht sich nicht als fer­ti­ges Modell, viel­mehr als Päd­ago­gik des Wer­dens und Expe­ri­men­tie­rens. Erzieher*innen ver­ste­hen sich auch nicht als Anlei­ten­de, son­dern sehen ihre Auf­ga­be viel eher in der Koope­ra­ti­on, sie spie­len die Bäl­le zurück, die die Kin­der ihnen zuspie­len. Die Basis hier­für ist das Ver­trau­en in die Kom­pe­tenz der Kin­der, dass sie sich mit dem beschäf­ti­gen wol­len, was ent­spre­chend ihrer Ent­wick­lung für sie ange­mes­sen ist. Eine über die Ver­ei­ni­gung zur För­de­rung der Reg­gio-Päd­ago­gik in Deutsch­land e.V. zer­ti­fi­zier­te Reg­gio-Kita gibt es unse­res Wis­sens bis­her in Pots­dam nicht.

Infos:
www.kindergartenpaedagogik.de
www.dialogreggio.de

Nicht-direk­ti­ve / Wild-Päd­ago­gik

Für ihre eige­nen Kin­der grün­de­ten Rebe­ca und Mau­ricio Wild 1977 eine alter­na­ti­ve Lern­um­ge­bung in Ecua­dor: Fund­a­ción Edu­ca­ti­va Pes­ta­loz­zi, kurz: Pes­ta. Sie woll­ten ihren Söh­nen eine Umge­bung bie­ten, in der sie auf natür­li­che Wei­se das ihnen inne­woh­nen­de Poten­ti­al ent­fal­ten konn­ten. Dar­aus ent­wi­ckel­te sich ein völ­lig neu­ar­ti­ger Umgang mit Kin­dern. Die­ser betrifft nicht nur die Pra­xis in Kin­der­gar­ten und Schu­le, son­dern das Zusam­men­le­ben mit Kin­dern über­haupt. Pes­ta wur­de zum Vor­bild für vie­le alter­na­ti­ve Ein­rich­tun­gen. Die dort prak­ti­zier­te Nicht-direk­ti­ve Päd­ago­gik wird als kon­se­quen­tes­te Umset­zung der Montesso­ri-Päd­ago­gik in heu­ti­ger Zeit betrach­tet. Haupt­ak­teur sei­ner Erzie­hung ist das Kind selbst, so wer­den zum Bei­spiel Kon­flik­te zwi­schen Kin­dern von ihnen selbst gelöst. Dabei wer­den sie von den Erzieher*innen mög­lichst wer­tungs­frei beglei­tet. Wäh­rend die meis­ten Kin­der­gär­ten es sich zum Ziel machen, die Kin­der spie­le­risch, aber mit einer gewis­sen Leis­tungs­ori­en­tie­rung, auf das spä­te­re Leben vor­zu­be­rei­ten, liegt dies Kin­der­gär­ten mit nicht-direk­ti­vem Ansatz nicht im Sinn. Hier steht der „indi­vi­du­el­le Ent­wick­lungs­plan“ jedes Kin­des im Vor­der­grund, dem Raum, Zeit und Ver­trau­en geschenkt wird. Das Kind befin­det sich danach in einer Ent­wick­lung, in deren Ver­lauf es das, was es für sich benö­tigt, selb­stän­dig aus sei­ner Umwelt auf­nimmt. Ler­nen geschieht in die­ser Vor­stel­lung selbst­ver­ständ­lich. Wich­tig sind dafür eine vor­be­rei­te­te Umge­bung und Erwach­se­ne, die Kin­der nicht erzie­hen, son­dern beglei­ten. Das Kind ent­schei­det, ob und was es heu­te bas­telt, ob es nach drau­ßen geht, sich ver­klei­det oder mit Montesso­ri-Mate­ria­li­en spielt. Wenn es hung­rig ist, darf es essen, wenn ihm warm ist, etwas aus­zie­hen, auch wenn Erwach­se­ne dann beim Hin­schau­en frie­ren. Kin­der und Erwach­se­ne ste­hen sich dabei nicht gleich­be­rech­tigt, son­dern gleich­wür­dig gegen­über. In Ein­rich­tun­gen mit nicht-direk­ti­vem Ansatz wird sehr gro­ßer Wert auf weni­ge, aber kla­re Regeln gelegt. Die nicht-direk­ti­ve Päd­ago­gik ver­langt den Eltern in unse­rer Zeit der Leis­tungs­ori­en­tie­rung ab, dass sie dar­auf ver­trau­en, dass ihr Kind sich eigen­stän­dig ent­wi­ckeln wird. Von Erzieher*innen ver­langt es, dass sie sich weit über das nor­ma­le Maß hin­aus enga­gie­ren, da der übli­che Betreu­ungs­schlüs­sel für die­se Art der Betreu­ung nicht aus­rei­chend ist.

Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rebeca_Wild

Wald-Kita

Egal, ob Regen, Son­nen­schein, Schnee oder Minus­gra­de: Die Kin­der sind drau­ßen. Zur Ver­fü­gung steht daher kaum fer­ti­ges Spiel­ma­te­ri­al, son­dern haupt­säch­lich Natur­ma­te­ria­li­en, mit denen Kin­der mit Fan­ta­sie und Geschick gestal­ten und spie­len kön­nen. Die Idee des Wald­kin­der­gar­tens ist genau genom­men noch kein Kon­zept, son­dern ein beson­de­rer Rah­men, der je nach päd­ago­gi­schem Kon­zept inhalt­lich gefüllt wird, bei­spiels­wei­se mit dem Ansatz nicht­di­rek­ti­ver Erzie­hung nach Wild. So man­cher Kri­ti­ker fürch­tet, dass drau­ßen die Bil­dung zu kurz kommt, wo blei­ben denn da Früh­eng­lisch und Bas­teln? Befürworter*innen gehen davon aus, dass allein dadurch viel gelernt wird, dass die Rah­men­be­din­gun­gen „echt“ sind: Über die Kräf­te der Natur muss kein Bil­der­buch betrach­tet wer­den, son­dern man schaut sich selbst an, in wel­che Rich­tung der Fluss fließt und wo man hin­kul­lert, wenn man sich den Hügel hin­ab­rol­len lässt.

Bilin­gua­le Kita

Das Kon­zept der Bilin­gua­li­tät kann eben­falls nur Teil eines päd­ago­gi­schen Kon­zep­tes sein. Dass Kin­der neben­bei eine zwei­te Spra­che ler­nen, klingt für Erwach­se­ne traum­haft. Damit es gelingt, soll­ten die Kin­der der Fremd­spra­che mög­lichst unter natür­li­chen Bedin­gun­gen begeg­nen, etwa indem eine Erzieher*in nur deutsch und eine ande­re nur eng­lisch spricht. Der Sprach­er­werb geschieht in täg­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­si­tua­tio­nen. Die­se Metho­de heißt „Immer­si­onver­fah­ren“, was so viel bedeu­tet wie „Ein­tau­chen“ in die Spra­che. Wich­tig ist auch die Ver­mitt­lung im Zusam­men­hang, das heißt, die Spra­che muss in die Hand­lung ein­ge­bun­den sein. So sagt man zum Bei­spiel, wenn man sich nach einem Ball bückt: „Ich hebe den Ball auf“.

Was sonst noch zählt bei der Kita-Wahl

Wenn schließ­lich klar ist, wel­che Kita inhalt­lich die Wunsch­ki­ta ist, müs­sen natür­lich auch die Rah­men­be­din­gun­gen stim­men, Öff­nungs­zei­ten und Stand­ort müs­sen irgend­wie mit dem Fami­li­en­all­tag unter einen Hut zu bekom­men sein. Und zu guter Letzt muss man das Glück haben, dort einen Platz zu bekom­men. Dadurch dass Eltern ihre Kin­der der­zeit mehr­fach anmel­den, aus Angst kei­nen Platz an der Wunsch­ki­ta zu bekom­men, haben die meis­ten Kitas lan­ge War­te­lis­ten. Kitas mit einem beson­de­ren päd­ago­gi­schen Ange­bot sind bei den Eltern beson­ders beliebt. Geheim­tipps, einen Platz zu bekom­men, gibt es lei­der nicht. Da hel­fen nur eine frü­he Anmel­dung und Enga­ge­ment zei­gen – und Glück.