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Digi­ta­le Schnit­zel­jagd im Park Babelsberg

In unse­rer Rubrik „Ange­schaut & Aus­pro­biert“ seid ihr ein­ge­la­den, mit Freund:innen oder der gan­zen Klas­se mit­zu­ma­chen und Pots­da­mer Muse­en, Kul­tur­häu­ser, Orte für Kin­der oder ganz beson­de­re Ver­an­stal­tun­gen zu erkun­den. Wer zwi­schen 8 und 12 Jah­ren alt ist und Lust dazu hat, mel­det sich per E‑Mail bei uns: ausprobiert@potskids.de.
Im Sep­tem­ber waren wir unter­wegs im „Park Babels­berg“ zu einer digi­ta­len Schnitzeljagd.

Text & Fotos: Tina Hoffmann

Eine Kom­bi­na­ti­on aus Natur und Kul­tur ist eigent­lich wie geschaf­fen für einen schö­nen Fami­li­en­aus­flug. Vor allem Kids ab dem Grund­schul­al­ter muss man so einen Trip oft­mals erst ein biss­chen schmack­haft machen. Vie­le Kin­der haben dann schon ers­te Erfah­run­gen mit digi­ta­len Medi­en gemacht und dad­deln ger­ne mal rum – war­um also nicht alles mit­ein­an­der verknüpfen?

Auf der Suche nach geeig­ne­ten Mög­lich­kei­ten für mich und mei­ne Toch­ter Fan­ny (7) bin ich auf die digi­ta­len Schnit­zel­jag­den der Stif­tung Preus­si­sche Schlös­ser und Gär­ten Ber­lin-Bran­den­burg gesto­ßen, die für meh­re­re his­to­ri­sche Anla­gen kon­zi­piert wur­den. Unse­re Wahl fiel auf „Action im Park Babels­berg. Ent­de­cke den beson­de­ren Schloss­park von Kai­ser Wil­helm I. und Kai­se­rin Augus­ta in Potsdam“.

Als Vor­be­rei­tung muss­ten wir uns nur die App „Action­bound“ her­un­ter­la­den, mit der die Games gespielt wer­den, und schon konn­ten wir uns auf den Weg machen.

Am Schloss ange­kom­men, setz­ten wir uns erst­mal in den Kaf­fee­gar­ten und star­te­ten unse­ren „Bound“. Begrüßt wur­den wir von Flo­ra und Pomo­na, die mit uns gemein­sam durch Auf­ga­ben und Rät­sel den Park ent­de­cken woll­ten. Aber wer sind die bei­den eigent­lich und war­um hei­ßen sie so? Drei Ant­wort­mög­lich­kei­ten stan­den jeweils zur Aus­wahl – und für das rich­ti­ge Kreuz­chen wan­der­ten gleich die ers­ten Punk­te in unser Spar­schwein. Dabei mach­te es „Kat­sching!“ und Fan­ny war direkt ange­fixt. „Wir haben 100 Punk­te bekom­men? Haaahh, lass uns schnell weitermachen!“

Wer will, nimmt dann ein Sel­fie sei­nes Teams auf und nach eini­gen Infos zu den eins­ti­gen Be­woh­ner*innen der hüb­schen Som­mer­re­si­denz und ein paar Park­re­geln geht es rich­tig los. Zunächst seht ihr einen Plan mit den 14 Sta­tio­nen der Schnit­zel­jagd. Das Gute ist: ihr könnt über­all ein­stei­gen, sucht ein­fach den Punkt aus, der euch gera­de am nächs­ten ist.

Wir ent­schie­den uns für Num­mer 10, das Michaels­denk­mal hin­ter dem Schloss. Habt ihr euer Ziel ange­klickt, seht ihr auf einer Kar­te euren Stand­ort und wie vie­le Meter ihr noch bis zu eurem Ziel gehen müsst. Nach zwei bis drei Schrit­ten ver­rin­gert oder erhöht sich die Anzahl. So kön­nen auch grö­ße­re Kin­der schon selbst navi­gie­ren und sehen, ob sie rich­tig gehen. (Und naja, auch für Erwach­se­ne mit schlech­ter Ori­en­tie­rung ist das nicht übel. Ja, ich rede von mir.) Woher der Name des Denk­mals kommt, konn­te Fan­ny dank eines Dra­chen beant­wor­ten. „Jaaa! 100 Punkte!“

Mit viel Spaß arbei­te­ten wir uns von Sta­ti­on zu Sta­ti­on. Nicht immer konn­te mei­ne Toch­ter Punk­te ein­strei­chen, aber das wäre dann ja auch lang­wei­lig gewe­sen. Bei der Beant­wor­tung der für Erwach­se­ne recht ein­fa­chen Fra­gen habe ich mich natür­lich zurück­ge­hal­ten, aber ich konn­te auch Neu­es erfah­ren. Bei­spiels­wei­se, was für außer­ge­wöhn­li­che Bee­te der Gar­ten­künst­ler Fürst Pück­ler ange­legt hat. Der „Gemü­se­korb von dem Eis­mann“ wur­de von der klei­nen Schnit­zel­jä­ge­rin am Ende dann sogar zum High­light des Parks gekürt.

Nicht immer gab es Mul­ti­ple-Choice-Auf­ga­ben. Stu­fen zäh­len an der Rosen­trep­pe oder Fin­de-die-Feh­ler-Such­rät­sel sind eben­so Teil des Spiels, wie auch Schätz­auf­ga­ben. Bei der Höhe des Fla­tow­turms lag Fan­ny ziem­lich dane­ben, dafür hat sie die Anzahl der Zim­mer im Schloss fast rich­tig geschätzt. Manch­mal ging es auch gar nicht um Punk­te, son­dern man soll­te ein­fach etwas wie die für einen selbst schöns­te Tier­fi­gur auf der Ter­ras­se foto­gra­fie­ren. Es wur­de jeden­falls nicht lang­wei­lig! Unse­re Tour ende­te am Maschi­nen­haus, Sta­ti­on Num­mer 7, die auch schon auf unse­rem Rück­weg zur Bus­sta­ti­on lag.

Trotz des vie­len Lau­fens – die Stre­cke beträgt eigent­lich etwa drei Kilo­me­ter, aller­dings sind wir ordent­lich hin und her gesprun­gen – fan­den mei­ne Toch­ter und ich den Aus­flug spit­ze und pla­nen schon unse­re nächs­te Schnit­zel­jagd, dann durch den Schloss­park Charlottenburg.

„Das war super! Das ist ja viel span­nen­der als die gan­zen Sachen ein­fach nur in einem Buch zu lesen!“ Mit dem Fazit bin ich mehr als zufrie­den. Mal sehen, was alles hän­gen­bleibt. Die Brü­cke, die das Geburts­land von Mama von dem Geburts­land von Papa trenn­te, wird sie ver­mut­lich nicht mehr ver­ges­sen. Und auch nicht, dass dort nachts nicht Obst und Gemü­se aus­ge­tauscht wurden.


Gespielt wer­den kann zu den Öff­nungs­zei­ten des Parks, also von 8 Uhr mor­gens bis zum Son­nen­un­ter­gang. Wenn ihr alle Sta­tio­nen schaf­fen wollt, plant min­des­tens zwei Stun­den ein. Eher noch etwas mehr, wenn ihr ein paar Pau­sen machen wollt und viel­leicht ein Pick­nick im Park. Um die Schnit­zel­jagd spie­len zu kön­nen, müsst ihr zunächst die App „Action­bound“ her­un­ter­la­den, die für iOS und Android zur Ver­fü­gung steht: de.actionbound.com/­download. Um euren Bound zu star­ten, könnt ihr den QR-Code scan­nen: de.actionbound.com/bound/parkbabelsbergschnitzeljagd

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