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Paint your Style

In unse­rer Rubrik „Ange­schaut & Aus­pro­biert“ seid ihr ein­ge­la­den, mit Freund:innen oder der gan­zen Klas­se mit­zu­ma­chen und Pots­da­mer Muse­en, Kul­tur­häu­ser, Orte für Kin­der oder ganz beson­de­re Ver­an­stal­tun­gen zu erkun­den. Wer zwi­schen 8 und 12 Jah­ren alt ist und Lust dazu hat, mel­det sich per E‑Mail bei uns: ausprobiert@potskids.de.
Im Okto­ber waren wir im „Paint your Style“ in Pots­dam und haben Kera­mik bemalt.

Text & Fotos: Tina Hoffmann

Der gefühlt end­lo­se Som­mer neigt sich all­mäh­lich nun doch sei­nem Ende zu und immer mehr Regen­ta­ge wol­len bei Fami­li­en mit Kin­dern mit schö­nen Erleb­nis­sen gefüllt wer­den. Muse­en, Schwimm­bad oder Indoor­spiel­platz sind das, was einem dann übli­cher­wei­se in den Sinn kommt. Wer sei­ne Kids ein paar Stun­den krea­tiv beschäf­ti­gen möch­te, der ist bei „Paint your Style“ genau rich­tig. In dem Stu­dio ent­ste­hen aus Kera­mi­ken indi­vi­du­el­le Kunstwerke.

Mei­ne Toch­ter Fan­ny (7) und ich sind kei­ne kom­plet­ten Neu­lin­ge im Kera­mik bema­len – in unse­rer Küche ste­hen bereits ein Tel­ler mit ihren Baby­fuß­ab­drü­cken (soo süß) und das eine oder ande­re Tel­ler­chen und Känn­chen, das von ihr im Lauf der Jah­re bepin­selt wur­de. Das war aller­dings noch zu Kita­zei­ten und ich war gespannt, ob ein Schul­kind viel­leicht schon etwas anders rangeht.

In der Filia­le ange­kom­men, wuschen wir uns erst­mal die Hän­de, es soll­ten ja kei­ne Fett­ab­drü­cke auf die Kera­mikroh­lin­ge. Danach stan­den wir vor rie­si­gen Rega­len mit Kan­nen, Spar­do­sen, Eier­be­chern, Bil­der­rah­men und vie­lem mehr, eini­ge Tei­le sind exem­pla­risch bereits bemalt. Die Aus­wahl war wirk­lich schwie­rig und dau­er­te eine gan­ze Wei­le. Vor allem die Tier­fi­gu­ren ver­zück­ten mei­ne Toch­ter. Kat­ze und Hund mit Namen „Bon­nie“ und „Cly­de” viel­leicht? Ein lus­ti­ges Mons­ter oder oder oder … die Ent­schei­dung fiel auf eine Pin­gu­in-Spar­do­se. Ein Pin­gu­in? Der ist doch schwarz-weiß, dach­te ich mir, das wird ja ein kur­zes Ver­gnü­gen. Ich woll­te ein ande­res Stück anre­gen und bekam mal wie­der vor Augen geführt, dass die kind­li­che Fan­ta­sie etwas ganz Wun­der­ba­res ist. „Den mach ich in Regen­bo­gen­far­ben!“ Die Mit­ar­bei­te­rin pin­sel­te den Roh­ling ab und fand das eine her­vor­ra­gen­de Idee, das hät­te bis­her noch nie jemand gemacht.

Die Farb­aus­wahl ist rie­sig und das hät­te sicher wie­der eini­ge Zeit in Anspruch genom­men, wenn nicht durch den Regen­bo­gen schon alles klar gewe­sen wäre. Die fei­nen Nuan­cen ver­schie­de­ner Blau- oder Grün­tö­ne schie­nen nicht all­zu wich­tig. Es ging also los und mein Tipp, etwas mit Blei­stift vor­zu­zei­chenen, wur­de als unnö­tig abge­tan. Na gut, sie fing ein­fach an. Als der Regen­bo­gen fer­tig war, war noch ziem­lich viel Pin­gu­in übrig, aber kein Pro­blem, die Far­ben wur­den dann noch ein­mal in umge­kehr­ter Rei­hen­fol­ge auf­ge­tra­gen und dann noch ein­mal. Im Gegen­satz zu Wer­ken, die sie im jün­ge­ren Alter gemacht hat­te, leg­te Fan­ny aber den­noch weit mehr „Pro­fes­sio­na­li­tät“ an den Tag. Wech­sel­te auch mal die Per­spek­ti­ve und betupf­te mit einem feuch­ten Schwämm­chen die Über­gän­ge: „Das gibt einen tol­len Effekt, fin­de ich“. Von der Mit­ar­bei­te­rin kam noch der Vor­schlag, alles noch ein zwei­tes Mal zu bema­len, damit die Far­ben kräf­ti­ger wer­den. Das woll­te sie aller­dings nur stel­len­wei­se machen, sie ist aber ohne­hin gro­ßer Pastellfan.

Sie war mit ihrem Werk mehr als zufrie­den und hat­te Lust auf mehr. Ein klei­nes Gefäß mit Kork­ver­schluss und eine Mini-Muf­fin­form für den Deckel zum Dran­kle­ben soll­ten es noch sein. Der Muf­fin war schnell bemalt, bei dem Fläsch­chen wur­de es schon schwie­ri­ger. Blü­ten wären zwar schön, aber das wür­de nicht zum Muf­fin pas­sen. Was­ser­me­lo­nen­schei­ben sind es dann gewor­den, was tat­säch­lich sehr süß zusam­men aussieht.

Nun gibt es natür­lich auch noch jede Men­ge Tech­ni­ken und Hilfs­mit­tel. Wir stö­ber­ten ein biss­chen durch die vie­len Uten­si­li­en und fan­den einen klei­nen Stem­pel mit Erd­beer­mo­tiv. Wür­de ja ganz gut zur Melo­ne pas­sen, auch die Grö­ße war per­fekt. Wie das Gan­ze funk­tio­niert, könnt ihr euch auf Kar­ten durch­le­sen, ihr wer­det aber natür­lich auch von den Mitarbeiter:innen ger­ne unter­stützt. Mei­ne Toch­ter ließ sich zei­gen, wie man aus einem Schwämm­chen ein Stem­pel­kis­sen macht und dass man erst­mal auf Papier tes­ten soll­te, so rich­tig über­zeugt war sie aber nicht. Die Erd­bee­re wur­de dann auch nicht so, wie erhofft, ließ sich aber zum Glück abwi­schen. (Sowas kann ja schnell mal sehr kri­tisch wer­den, das ken­nen sicher alle Eltern!).

Ich fand toll zu sehen, dass mei­ne Toch­ter mit 7 Jah­ren schon mit viel mehr Bedacht gestal­tet hat als noch vor 2 Jah­ren und sich auch deut­lich mehr Zeit gelas­sen hat. Ins­ge­samt haben wir etwa 2 Stun­den bei Paint your Style ver­bracht und beim Blick auf ihre Wer­ke sag­te die klei­ne Künst­le­rin: „Also ich bin glück­lich!“ Was will man mehr? Mit­neh­men kann man die Sachen natür­lich nicht direkt, erst müs­sen sie gebrannt wer­den, damit die Far­ben auch dau­er­haft dran blei­ben. Das soll­tet ihr vor allem beden­ken, wenn ihr Geschen­ke für Freun­de oder Ver­wand­te machen wollt.

Bei Paint your Style ist übri­gens auch Platz für grö­ße­re Grup­pen, ihr könnt hier bei­spiels­wei­se einen Kin­der­ge­burts­tag aus­rich­ten. Ihr könnt zudem zuhau­se getöp­fer­te Sachen bren­nen las­sen oder die Kera­mi­ken bei euch gestal­ten – hier­für könnt ihr euch an der Farb­bar güns­tig eine Aus­wahl zum Mit­neh­men zusam­men­stel­len. Geöff­net ist auch an Feier‑, Feri­en- und Sams­ta­gen, von Sep­tem­ber bis Mai zusätz­lich auch sonntags.

Paint Your Style Pots­dam, Fried­rich-Ebert-Str. 51
0331.813 299 82, www.paintyourstyle.de

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