Ich geh doch nicht mit Jedem mit!

24. August 2020

Das Buch unter­schei­det sich sehr von ande­ren Büchern zum The­ma. Es jagt klei­nen Leser*innen kei­ne Angst ein und ist ori­gi­nell gezeich­net und erzählt.

Lu war­tet dar­auf, end­lich abge­holt zu wer­den. Ganz allein steht sie auf der Stra­ße. Da kommt Frau Schmidt vor­bei. „Hal­lo, Lu! Komm mit, ich brin­ge dich nach Hau­se.“ Frau Schmidt wohnt in der glei­chen Gegend wie Lu. Aber wie heißt sie eigent­lich mit Vor­na­men? Und sind ihre roten Haa­re echt oder bloß gefärbt? Das alles weiß Lu nicht. „Ich kenn dich nicht, ich geh nicht mit!“, sagt sie. „Und außer­dem hat Mama gesagt, dass ich war­ten soll.“

Es kom­men noch eini­ge ande­re freund­li­che und unfreund­li­che Men­schen vor­bei, die Lu nach Hau­se brin­gen wol­len. Was Lu von die­sen Leu­ten weiß und was nicht, ist in klei­nen Käst­chen wit­zig gezeich­net, so dass das Buch lus­tig und unter­halt­sam daher­kommt. Am Ende geht Lu mit einem wild aus­schau­en­den Punk mit. Die klei­nen Käst­chen klä­ren uns auf: Es ist Lus Bru­der und von ihm weiß Lu sogar die größ­ten Geheim­nis­se.

Die Geschich­te schürt kei­ne Ängs­te, räumt mit Vor­ur­tei­len auf, bie­tet Gesprächs­an­läs­se und Lösun­gen und lässt sich mit Freu­de vor­le­sen und anschau­en.

Dag­mar Geis­ler, Loewe Ver­lag 2009, ab 3 Jah­ren, 32 Sei­ten
ISBN 978–3‑7855–6239‑0, 9,90 Euro

Einen Bei­trag zum The­ma fin­dest du hier.