Das Familienmagazin für Potsdam und Umgebung

Unser Poki sagt Hallo!

Das Familienmagazin für Potsdam und Umgebung

Wo Tigerente, Fuchur und die Geisterjäger grüßen

In unserer Rubrik „Angeschaut & Ausprobiert“ seid ihr eingeladen, mit Freund:innen oder der ganzen Klasse mitzumachen und Potsdamer Museen, Kulturhäuser, Orte für Kinder oder ganz besondere Veranstaltungen zu erkunden. Wer zwischen 8 und 12 Jahren alt ist und Lust dazu hat, meldet sich per E‑Mail bei uns: ausprobiert@potskids.de.
Diesmal haben wir uns im Filmpark Babelsberg für euch umgeschaut.


Text & Fotos: Tina Hoffmann

Es war als Mama-Tochter-Ausflug geplant, allerdings wollten Teeniebruder Lucas und sein bester Freund auch mit, denn es standen überregional bekannte Attraktionen auf dem Programm: Der Filmpark Babelsberg bietet Spannendes für große und kleine Filmfans.

Kaum durch das Eingangstor durch, sorgt die riesige Tigerente für erstes Staunen bei meiner Tochter Fanny (9). Zwar sind bei uns die Janoschzeiten schon etwas her, aber trotzdem gehen wir direkt nach Panama – die Bootsfahrt durch Janoschs Traumland wollen wir uns nicht entgehen lassen. Während wir durch den Kanal schippern, singen wir vor uns hin, merken aber, dass außer „Oh wie schön ist Panama, da werden alle Träume wahr“ nicht mehr viel Text hängengeblieben ist. Schöne Erinnerungen weckt es dennoch, genau wie der Bauwagen von Peter Lustig (zumindest bei mir).

Nach einer langen Toberunde auf dem Jim Knopf Abenteuerspielplatz und einem leichten Schauer, den uns die gigantische Frau Malzahn über den Rücken jagt, gehen wir weiter zum Sandmann-Haus. Das weckt auch bei meiner Tochter schon nostalgische Gefühle – die Zeit vergeht einfach viel zu schnell. Dafür ist sie jetzt alt genug, um das Making-of spannend zu finden. Die Requisiten und Kulissen stammen nicht nur aus der Serie, sondern auch aus dem Kinofilm.

Weiter geht es in die Snapshot Factory, wo auch die Jungs richtig Spaß haben. Die wurde ganz im Stil angesagter Selfiemuseen gestaltet. Hier könnt ihr in etlichen Szenerien wie einem Wolkenbett, im Gefängnis oder in einem Auto, das durch eine Mauer bricht, posieren und lustige Schnappschüsse machen. Was die Attraktion von ähnlichen Orten abhebt, sind die Selfiekulissen mit Filmbezug. „Oooooh, ich liebe Fuchur!“, hauche ich. „Wer ist denn bitte Fuchur?“, entgegnet meine Kleine. Ohje! Memo an mich: Unbedingt mit Fanny endlich „Die unendliche Geschichte“ und andere Klassiker schauen!

Apropos Klassiker: Auch „Der kleine Muck“ von 1953 stand bei uns bisher nicht auf dem Programm. Die Geschichten aus Tausendundeiner Nacht allerdings schon. Und in die versetzen einen die Gärten des kleinen Muck. Der perfekte Ort für eine kleine Pause, bevor wir uns alle zusammen in Ghostbusters verwandeln. Das VR-Erlebnis kostet extra, ist es aber wert. Ausgestattet mit VR-Brillen und Protonen-Blastern, werden wir zu mutigen Geisterjägern.

Mir ist wichtig, dass wir auch eine Tour durch die Caligari Halle machen und etwas über die Filmstudios hören. Zum Glück gibt es eine Kids-Tour und ich muss nicht mal Überredungskunst anwenden. Die Tour dauert eine halbe Stunde und hält die kleinen Gäste durch Mitmachen und kindgerechte Infos bei der Stange. Für richtige Antworten gibt es einen Applaus – auch für Fanny. Wer war Asta Nielsen, was ist „Perspektive“, was ist ein Fundus und welches Kostüm würdet ihr gerne tragen?

Schon ist es später Nachmittag und wir haben nicht alle Attraktionen besucht, aber alles ist an einem Tag auch nicht zu schaffen. Ich schlage vor, dass wir noch eine Station ansteuern. Da wir die Stuntshow im Vulkan verpasst haben, entscheiden wir uns für das Actionkino. Angeschnallt wie in einer Achterbahn und mit 3D-Brillen rasen wir auf und ab über die Chinesische Mauer und werden dabei ordentlich durchgerüttelt. Der Spaß hätte gerne länger dauern dürfen!

Am Ende musste ich versprechen, dass wir demnächst nochmal wiederkommen und den Rest des Parks ansehen.

Großbeerenstr. 200, 14482 Potsdam, www.filmpark-babelsberg.de

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